Aktion Schichtwechsel: Mitarbeitende von Büsch und den CWWN tauschen den Arbeitsplatz

Menschen mit und ohne Behinderung lernen voneinander, bauen Berührungsängste ab und gewinnen neue Einblicke in unterschiedliche Arbeitswelten: Das ist das Ziel des bundesweiten Aktionstags „Schichtwechsel“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM). Einmal im Jahr tauschen beschäftigte Mitarbeitende aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung und Mitarbeitende regionaler Unternehmen ihren Arbeitsplatz und erleben den Arbeitsalltag des jeweils anderen.

Moers/Kamp-Lintfort, 24. September 2026. Menschen mit und ohne Behinderung lernen voneinander, bauen Berührungsängste ab und gewinnen neue Einblicke in unterschiedliche Arbeitswelten: Das ist das Ziel des bundesweiten Aktionstags „Schichtwechsel“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM). Einmal im Jahr tauschen beschäftigte Mitarbeitende aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung und Mitarbeitende regionaler Unternehmen ihren Arbeitsplatz und erleben den Arbeitsalltag des jeweils anderen.

In diesem Jahr kooperierten die Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein (CWWN) und die fröhliche Bäckerei Büsch miteinander. In der Werkstatt in Moers werden unter anderem die beliebten „Hauskekse“ der Bäckerei Büsch abgewogen und verpackt. Daraus entstand die Idee, die jeweiligen Prozesse durch einen Perspektivwechsel besser kennenzulernen.

Lena Lawniczak entdeckt die Welt der Handwerksbäckerei

Für Lena Lawniczak, Beschäftigte Mitarbeiterin der Werkstatt, führte der Weg in die Großbäckerei der Büsch GmbH nach Kamp-Lintfort. Dort wurde sie von Marco Fock, Betriebsleiter, begrüßt und ihrem Tauschpartner Marcel Carreira Brugmann vorgestellt. Dieser arbeitet in der Plätzchen- und Keksproduktion, die mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft langsam an Fahrt aufnimmt.

Bei einem Rundgang zeigte er Lena die verschiedenen Bereiche des Unternehmens. Los ging es in der hauseigenen Konditorei, in der viele Produkte in Handarbeit entstehen. Lawniczak arbeitete mit und half mit beim Schichten von Biskuitteig und beim Verzieren diverser Torten.

Beeindruckt zeigte sie sich anschließend von den großen Backstraßen, Öfen und der Logistik. Besonders die Brötchenproduktion, in der täglich rund 18.000 Brötchen vorbereitet werden, hinterließ Eindruck. Fasziniert verfolgte sie den Weg vom Teig bis zum fertigen Teigling, der später in den Filialen frisch gebacken wird. Auch bei der Herstellung der beliebten Schokocroissants „Larissa“ durfte sie selbst mit anpacken und Schokolade in den Blätterteig einlegen. „Der Tag war unglaublich spannend und abwechslungsreich. Ich habe viele neue Eindrücke gesammelt, die ich erst einmal verarbeiten muss.“, so Lawniczak.

Einblicke in die Vielfalt der Werkstatt

Im Anschluss erhielt Marcel Carreira Brugmann in der Werkstatt der CWWN in Moers einen Einblick in die Arbeitswelt seiner Tauschpartnerin. Gemeinsam mit Barbara Höckel vom Sozialen Dienst besuchte er verschiedene Arbeitsbereiche, darunter die Metallgruppe, den Berufsbildungsbereich und die Assistenz- und Arbeitsbereiche. In der Industriemontage ging es für ihn an die Arbeit. Dort musste er Dichtungsringe in Vorrichtungen einsetzen – eine Aufgabe, die deutlich mehr Geschick erforderte, als zunächst vermutet. 

„Ich bin sehr beeindruckt, was hier alles geschaffen wird und dass für jeden Menschen die passende Arbeit gefunden und ermöglicht wird“, sagte er nach dem Rundgang.

Später erklärte ihm Lena die Arbeit in der Verpackungsgruppe anhand der Hauskekse: abfüllen, wiegen und zur nächsten Station zum Verschließen weiterreichen.

Ein Tag voller neuer Erfahrungen

Am Ende des Tages zog auch Marcel ein positives Fazit: „Von der Arbeit hier in der Werkstatt sollten viel mehr Menschen erfahren. Es ist toll, was hier geleistet wird. Von und für die beschäftigten Mitarbeitenden“

Mit einem gemeinsamen Gruppenfoto und einem High-Five verabschiedeten sich die beiden Tauschpartner in den Feierabend.