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11.02.2021

Impfen: Alle ziehen an einem Strang

RHEINBERG (RP) 11.02.2021 Eine Herausforderung für die Mitarbeiter der Caritas Wohn- und Werkstätten.

„Gemeinsam funktioniert es super“, unterstreichen Christian Plien,Ambulanter Pflegedienst, und Christiane Kamps, Leitung Betreutes Wohnen der Caritas Wohn- undWerkstättenNiederrhein (CWWN) über Herausforderungen in Corona-Zeiten. Lockdown,
PoC-Schnelltests oder jetzt die Planungen fürs Impfen: Alle zögen an einem Strang. Sei Not am Mann, finde sich immer jemand, der helfe. Und das trägt die beiden Mitarbeiter durch alle Herausforderungen dieser Zeit.

Kaum waren alle gut durch den ersten Lockdown gekommen, stand schon eine neue Aufgabe mit den Themen PoC-Schnelltests und Impfung in den Startlöchern. Nachdem im Oktober dieTestverordnung veröffentlicht wurde, war sechs Wochen später das  Testkonzept der CWWN in trockenen Tüchern. 120 Mitarbeiter meldeten sich daraufhin freiwillig, um sich als Tester schulen
zu lassen. Dafür kommt ausschließlich geeignetes, medizinisches Fachpersonal in Frage.„Die Anforderungen, die diesesTestkonzept mit sich bringt, stellt alle Beteiligten vor eine sehr große Herausforderung “, fügt Christian Plien hinzu.

Die erstenTestungen fanden Ende Dezember statt. Das Ergebnis: Alle Tests waren negativ. Die nächste Herausforderung folgte mit der veränderten Coronaschutzverordnung im Januar. Darin heißt es, dass alle Kräfte, die für einen Pflegedienst und im BetreutenWohnen arbeiten, zweimal in derWoche getestet werden müssen.In den CWWN sind das 60 Personen, die zu fest vereinbarten Zeiten in die eigens dafür eingerichteten Zentren in Rheinhausen, Rheinberg und Sonsbeck kommen.

„Einen normalen Alltag gibt es für uns nicht mehr“, erklärt Christian Plien. „Corona stellt uns immer wieder vor neue Aufgaben, die nur gemeinsam und mit so einem tollen Team und der guten Corona-Strategie der CWWN zu lösen sind.“ „Natürlich zehrt es an den Kräften“, schiebt Christiane Kamps hinterher. „136 Klienten im Betreuten Wohnen und im Pflegedienst coronakonform zu versorgen ist fordernd.“ Aber alle Befürchtungen vom Anfang lösen sich in Luft auf: „Unsere Mitarbeiter sind extrem engagiert, immer im Interesse des Klienten und mitUnterstützung aus den Werkstätten, bei denTestungen und in den Wohngemeinschaften.“

Seit Ende Januar beschäftigen sich Christiane Kamps und Christian Plien nun mit den Impfungen. Als Gesundheitseinrichtung steht der Pflegedienst auf der Prioritätenliste der Impfberechtigten ziemlich oben. Fast 100 Prozent der 60 Betreuer haben ihr Einverständnis für eine Impfung gegeben. Bei allen Listen und Plänen bleibt insbesondere die Frage: Was macht das mit den Menschen? Ohne Flexibilität und Engagement der Mitarbeiter wäre das alles nicht möglich.


„Unsere zu betreuendenMenschen brauchen Unterstützung bei Fragen wie ,Warum soll ich Kontakte einschränken, nur weil Corona
ist?’ Auch setzen sich die Mitarbeiter einem höherenRisiko aus, angesteckt zu werden“, erläutert Christiane Kamps.
Natürlich fehlen die Außenkontakte und es gibt Ängste, die aufgearbeitet werden müssen. Aber die Akzeptanz ist da und alle halten sich an die Vorschriften. Auch die Klienten sorgen sich um dasAnsteckungsrisiko ihrer Bezugsbetreuer und halten auch deshalb die Hygienevorschriften gerne ein. Wenn das kein empathisches Miteinander ist.

 

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